Mach einfach, könnte ja gut werden

Es ist ein wunderschöner, sonniger Samstag Morgen Ende August 2019 in der Nähe von Berlin. Ich sitze bei Freunden in der Küche, habe mir eine Tasse Kaffee gemacht macht und gucke in den Garten. Im Haus ist es noch ganz still. Außer ein paar witziger Nagetiere, die nebenan in ihrem Käfig scharrende und manchmal piepsende Geräusche machen, surrt nur der Kühlschrank ganz leise vor sich hin.

 

Es ist der richtige Moment damit zu beginnen, meinen Blog mit Leben zu füllen.

 

Keine Ahnung wo die Reise hingeht, aber es ist eine Reise, die für mich vor kurzem begonnen hatte und bei der ich manchmal das Gefühl habe, dass ich mich zwicken muss, um zu glauben, dass das alles wirklich passiert.

 

Es hätte in Teilen sogar Stoff für einen Roman, aber jeder würde vermuten, dass das so kitschig ist, dass es nicht so richtig wahr sein kann.

 

Oft denkt man ja, dass Menschen sich nicht ändern. Ja, sie verändern ihr Aussehen, passen sich mehr oder weniger Modediktaten an und werden natürlich älter , manchmal mit Wohlstands- oder Frustpfunden behaftet. Manchen sieht man das Alter eher an und bei manchen Menschen fragt man sich, wie sie es anstellen, dass man es ihnen nicht so ansieht. Aber egal wie sich Menschen im Außen verändern, wenn sie anfangen zu reden, denkt man, ach ja, der oder die hat sich nicht verändert. Das ganze natürlich ohne Bewertung.

 

Das Thema Bewertung würde wahrscheinlich ein eigenes Buch füllen und ich werde irgendwann mal darauf zurück kommen.

Ich sitze hier also und gucke auf ca. sechs Monate zurück und nicht nur mein Leben hat sich geändert sondern vor allem ich. Ich spüre es mit jedem Atemzug. Vielleicht ist es im Außen nicht offensichtlich zu erkennen, außer ein paar Kilos, die ich verloren habe, habe ich doch oft in den letzten Jahren eine Rolle gespielt, aber ich merke es. Es ist krass.

 

Die Frage, wie konnte das passieren, ist leicht zu beantworten: Matthias.

 

Das ist der Name des Mannes, der mir das größte Geschenk gemacht hat, was ich je bekommen habe, ok, nach meinem Mann Sven natürlich. 

Es ist kein materielles Geschenk. Es war ein 15 minütiges Gespräch, also eher Monolog, als mir mein Mentor den sprichwörtlichen Kopf gewaschen hat. Ich saß im Auto und grinste beseelt der Autobahn entgegen und war so glücklich, denn er hatte mir in diesem Moment den nötigen Schubs gegeben, der mir noch fehlte, auf den ich gewartet, ja regelrecht ersehnt hatte.

 

In den letzten Jahren ist viel passiert und ich war an dem Punkt angekommen, dass ich immer wieder dachte, irgendetwas fehlt noch, der entscheidende Tropfen, der den gefühlten und gefüllten Staudamm endlich zum Überlaufen oder Bersten bringen würde. 

 

15 Minuten Anfang März, die eine Lawine ausgelöst haben, die alles, was ich in den letzten Jahren gelesen und gehört habe, einen Sinn verliehen.

 

Wenn Du willst, lasse ich Dich teilhaben und wenn Du wirklich willst, dann werde gerne Teil dieses Lebens, meines Lebens bzw. lass mich Teil Deines Lebens werden.