Ängste

Heute ist ein richtig schöner Tag.

 

Na gut, mal abgesehen davon, dass ich vom exzessiven Sommerrodeln Muskelkater im Hintern habe und der Himmel sich entschlossen hat, den trockenen Sommer an einem Tag wieder gut zu machen, habe ich heute das erste mal mit einem Blog Leser telefoniert.

 

Ok, vielleicht gibt es ja noch mehr Menschen, die ihn gelesen haben, so viel steht ja auch noch nicht drin, aber ich gebe zu, dass es mich schon gefreut hat, und vor allem natürlich motiviert weiter zu machen. Und wann kann man das am besten machen, natürlich, wenn man sich ohnehin kaum bewegen kann und das Wetter Pause signalisiert.

 

Wir haben uns in den letzten zwei Tagen ordentlich ausgetobt. 

Mein Projekt ist, dass ich meine Angst, die seit dem Schubs durch meinen Mentor irgendwie weg ist, herausfordere. Ich wollte wissen, wie weit das geht. Waren meine „roten Linien“ doch mal sehr eng.

 

Herausforderung: Höhenangst

 

Dieses Mal stand der Astenkick auf dem Plan. Anfang September bin ich ja schon in ein Segelflugzeug eingestiegen und dieses Mal ging es nach Winterberg. Ziel war es mit 70km/h etwas über einen Kilometer den Berg an einem Seil runter zu rutschen.

 

Das Erstaunliche war, dass ich tatsächlich zu keinem Zeitpunkt ängstlich war. Freudig erwartend auf jeden Fall, aber selbst als ich da oben auf dem Podest stand und in den Seilen hing, keine Angst, nicht mal vor der Höhe.

 

Wer solche Aktionen liebt, dem kann ich es empfehlen. Das macht richtig viel Spaß und unten angekommen wäre ich am liebsten gleich nochmal gerutscht. 

 

Aber patschnass vom Regen, habe ich dann doch entschieden erstmal wieder ins Trockene zu kommen und mein Ziel war außerdem erreicht.

 

Davon unabhängig ist es wirklich super, wenn man das Leben aktiv gestaltet und nicht das Leben geschehen lässt.

Und noch etwas, wenn man wirklich sein Leben im HIER UND JETZT leben will, dann macht das umso mehr Spaß, wenn man Menschen trifft, die auf dem gleichen Weg sind. Die trifft man in der Regel nicht auf der Couch vor dem Fernseher.

 

Menschen, die sich ihren Ängsten stellen, also diese fragen, was wirklich dahinter steckt und was im schlimmsten Fall passieren kann, sind in der Regel Menschen, die erfasst haben, dass es etwas Wichtigeres gibt als Angst.

 

Bei mir war es ganz leicht. Sie war einfach nicht mehr da. Ich habe meine Vision vor Augen und die ist so stark, dass sich alles in diese Richtung orientiert, fast wie von selbst. Angst findet einfach nicht mehr statt, bisher, aber ich fordere sie weiter heraus.