WAS WILLST DU EIGENTLICH

Die Betonung liegt auf eigentlich.

 

Diese Woche stelle ich mal wieder fest, dass sich die Menschen in drei Lager teilen.

 

Die, die leben wollen

Die, die nicht sterben wollen

Und die, die den Unterschied nicht erkennen

 

Mir versuchte doch tatsächlich vor kurzem jemand zu erklären, dass zu wissen was man nicht will, das Gleiche ist, wie zu wissen was man will.

 

Wie ich nun mal so bin, frage ich ihn, was er wohl bekommt, wenn er in der Kneipe sitzt und der Kellnerin oder dem Kellner rüber ruft: „Ich hätte gerne kein Bier“.

 

Der Blick, unbezahlbar.

 

Egal, ob man daran glaubt, dass das Universum Bestellungen ausliefert, ob man an Gott oder was anderes glaubt, Wünsche sollten immer so formuliert werden, dass es das widerspiegelt, was man will.

 

Kein Mensch würde auf die Idee kommen und bei einem Versandhandel etwas zu bestellen, was er nicht will. Oder dem Navigationsgerät sagen, wohin die Reise nicht geht.

 

Aber wenn es um Dinge geht, die auf den ersten Blick nicht so leicht zu erfassen sind, versuchen viele das Abzubestellen, was sie nicht wollen und merken dabei nicht, dass es nicht funktioniert und der Unterschied wirklich gravierend ist, zwischen dem was man will und dem was man nicht will.

 

Als ich noch in meiner dunklen Zeit gefangen war, hatte ich damit begonnen meine Gedanken und auch meine Sprache dahin gehend zu verändern, dass ich auf die positive Formulierung achte.

 

Es ist eine wundervolle Übung und es macht etwas mit mir. Vor allem dann, wenn ich mich eben darauf konzentriere zu denken und zu formulieren, was ich will.

 

Und wenn man das eine Weile geübt hat und ganz gut umsetzt, dann fällt einem erstmal auf, wie viele Menschen nicht darauf achten und sich wundern, dass ihnen immer genau das passiert, was sie ja eigentlich nicht wollten.

 

Ein Bier zum Beispiel.